Koblenz

Koblenz im Ausnahmezustand: Riesenbombe soll heute entschärft werden!

In Koblenz steht heute die Entschärfung einer 500 Kilogramm schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg an. Diese wurde während Baggerarbeiten im Rhein nahe der Pfaffendorfer Brücke entdeckt. Die beiden intakten Zünder der Bombe stellen eine erhebliche Gefahr dar, weshalb die Entschärfung auf einem Baggerschiff erfolgen muss, das zuvor in die Moselschleuse Koblenz gefahren wurde. Laut Borkener Zeitung ist es entscheidend, dass die Bombe nicht umgelagert werden darf und die Entschärfung am derzeitigen Standort stattfinden muss.

Die Maßnahme betrifft rund 1.000 Menschen, die in einem Evakuierungsradius von 1.000 Metern rund um den Gülser Moselbogen leben. Dies steht im Gegensatz zu den bis zu 16.000 Personen, die bei einem früheren Fall an der gleichen Baustelle betroffen waren. Im September wurde an derselben Stelle eine kleinere, 250 Kilogramm schwere Bombe gefunden, deren Entschärfung abgebrochen wurde; diese wurde letztlich kontrolliert gesprengt.

Evakuierung und Sicherheitsvorkehrungen

Die Evakuierung muss bis 8.30 Uhr abgeschlossen sein. In den betroffenen Gebieten, darunter Koblenz-Lay, der Campingplatz Güls und der Sporthafen Güls, werden die Anwohner durch Lautsprecherdurchsagen über die Situation informiert. Ein Bürgertelefon der Feuerwehr Koblenz steht unter der Telefonnummer 0261 40404-8000 zur Verfügung, um weitere Informationen zu erhalten.

Besonders betroffen sind die Kinder der Kindertagesstätte und Grundschule Lay, die ab 8 Uhr in der Schützenhalle Lay betreut werden. Für Personen, die keine anderweitige Unterbringung haben, gilt die Legiahalle als Zufluchtsort, wobei für Haustiere und Verpflegung keine Vorkehrungen getroffen wurden.

Sprengstoff und Sicherheitsprozeduren

Die technische Handhabung von Blindgängern wie dieser Fliegerbombe ist hochkomplex. Laut Planet Wissen muss der Zünder, in diesem Fall zwei intakte Modelle, von erfahrenen Kampfmittelbeseitigern identifiziert und gelöst werden. Diese Entschärfungen erfordern oft spezielle Techniken und Gerätschaften, um die Gefahr einer sofortigen Detonation zu minimieren.

In Deutschland werden jährlich mehrere Tausend Weltkriegsbomben gefunden. Ein Beispiel aus dem Jahr 2018 zeigt, dass in Nordrhein-Westfalen fast 3.000 Blindgänger entdeckt wurden. Vor dem Hintergrund dieser häufigen Funde ist es besonders wichtig, dass alle betroffenen Anwohner die Anordnungen der Behörden befolgen und sich in den Sicherheitsbereich begeben, um Verzögerungen bei der Entschärfung zu vermeiden.

Die aktuelle Entschärfung in Koblenz ist ein weiterer Beweis für die anhaltende Problematik von Weltkriegsmunition in Deutschland, die auch über 75 Jahre nach Ende des Krieges noch Sicherheitsrisiken darstellt.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
borkenerzeitung.de
Weitere Infos
koblenz.de
Mehr dazu
planet-wissen.de

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